Usine Tase, Historische Textilfabrik in Vaulx-en-Velin, Frankreich
Die Usine Tase ist ein U-förmiger Industriekomplex in Vaulx-en-Velin, dessen Gebäude in Skelettbauweise mit Art-Déco-Elementen im östlichen Teil errichtet wurden und sich über drei Etagen erstrecken. Der westliche und südliche Teil des Komplexes steht seit 2011 unter Denkmalschutz, während der östliche Teil heute als Bürofläche genutzt wird.
Die Fabrik wurde 1924 von der Familie Gillet gegründet und war bald eines der größten Zentren der Kunstseidenproduktion in Frankreich. In den 1930er Jahren beschäftigte der Komplex Tausende von Arbeitern und verkörperte den industriellen Aufschwung jener Zeit.
Die Fabrik war mit Wohnhäusern, einer Kirche, Schulen und einem Sportplatz ausgestattet, sodass die Arbeiter ihr gesamtes Alltagsleben auf dem Gelände verbringen konnten. Spuren dieser sozialen Infrastruktur sind noch heute auf dem Gelände sichtbar.
Das Gelände ist weitläufig, daher empfiehlt es sich, genügend Zeit einzuplanen und mit den geschützten West- und Südfassaden zu beginnen, um die ursprüngliche Architektur am besten zu erleben. Da sich die verschiedenen Bereiche deutlich unterscheiden, lohnt es sich, langsam durch den Komplex zu gehen.
Das Gelände war in zwei getrennte Wohnbereiche aufgeteilt: die Kleine Stadt für Vorgesetzte und die Große Stadt für Arbeiter, wobei jeder Bereich seinen eigenen Charakter hatte. Diese räumliche Trennung ist im Grundriss des Geländes noch heute ablesbar.
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