Viaduc de la Roizonne, Eisenbahnbrücke in La Mure, Frankreich.
Das Viadukt de la Roizonne ist eine Eisenbahnbrücke in La Mure, die sich 260 Meter weit über die Landschaft erstreckt und eine Höhe von 110 Metern erreicht. Die Konstruktion nutzt mehrere Bögen, wobei ein großer Bogen die Hauptspanne bildet und kleinere Bögen die Strukturen darüber stützen.
Der Bau begann 1913 unter der Leitung des Ingenieurs Paul Séjourné, ausgeführt von der Firma Pascal aus Grenoble. Durch den Ersten Weltkrieg verzögert, wurde das Bauwerk 1929 fertiggestellt; die Strecke La Mure–Valbonnais ging bereits 1926 in Betrieb, die Hauptstrecke nach Corps folgte 1932 mit dem Viaduc de la Bonne. 1952 wurde die Bahnstrecke stillgelegt, seither dient der Viadukt der Straße (RD 26).
Das Viadukt trug die meterspurige, elektrisch betriebene Bahnstrecke von La Mure nach Corps; der Abschnitt nach Valbonnais ging bereits 1926 in Betrieb, vor der Fertigstellung des Bauwerks. 1952 wurde die Strecke stillgelegt, heute verläuft die Straße RD 26 zwischen La Mure und Valbonnais über das Bauwerk. Nahe der Querung lag die alte Brücke beim Dorf Roizon, unterhalb des Schlosses Rattier.
Das Viadukt liegt etwa 2 Kilometer östlich von La Mure und kann von einer Straße in der Nähe aus beobachtet werden. Die beste Zeit zum Besuch ist bei klarem Wetter, wenn die Struktur aus größerer Entfernung deutlich sichtbar ist.
Der Hauptbogen wurde auf von beiden Hängen aus vorgeschobenen Holzgerüsten montiert; eine Hängekabine brachte die Steine in die Mitte. Im Frühjahr 2009 verbreiterte und verstärkte der Generalrat des Départements Isère die Fahrbahn für 2,2 Millionen Euro.
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