Notre-Dame, Mittelalterliche gotische Kirche in Villeneuve-sur-Yonne, Frankreich.
Notre-Dame in Villeneuve-sur-Yonne ist eine gotische Kirche aus hellem Stein mit dunklen Schieferdächern. Der linke Teil hat einen Giebel mit einem großen runden Fenster, das in drei hohe Abschnitte unterteilt ist, während rechts ein quadratischer Turm mit zwei Reihen gepaarter Spitzbogenöffnungen unter hohen Giebeln und kleinen Fialen aufsteigt. Das Innere hat drei Schiffe mit zwölf Jochen.
Papst Alexander III. segnete 1163 den Grundstein, im selben Jahr wie den von Notre-Dame in Paris. Der im 13. Jahrhundert begonnene Glockenturm wurde nach 1546 im Stil der Flamboyant-Gotik vollendet und ist 47 Meter hoch. Das Renaissance-Portal entstand 1575 nach einer Zeichnung von Jean Cherreau aus Joigny; 1862 wurde der Bau als Monument historique eingestuft.
Die Buntglasfenster erzählen Geschichten aus dem Mittelalter und der Renaissance, wobei die älteren Fenster religiöse Szenen zeigen und später hinzugefügte Fenster das Leben der Jungfrau Maria darstellen. Besucher können diese visuellen Erzählungen bei Licht betrachten und nachvollziehen, wie Kunsthandwerk im Laufe der Jahrhunderte die Gläubigen unterrichtete.
Die Kirche liegt im Zentrum von Villeneuve-sur-Yonne im Département Yonne im Norden Burgunds und ist täglich bei freiem Eintritt geöffnet. Von außen sind der 47 Meter hohe Glockenturm und das Renaissanceportal von 1575 nach einem Entwurf von Jean Chéreau die Orientierungspunkte. Die 1992 restaurierte Orgel aus dem 18. Jahrhundert wird im Sommer für Konzerte genutzt; das örtliche Programm lohnt ein Blick vor dem Besuch.
In einer der Fensterszenen, die das Jüngste Gericht darstellt, trägt eine Person eine frühe Form von Brillen, eine der ältesten bekannten Darstellungen dieses Gegenstands in europäischer Kunst. Dieses kleine Detail zeigt, wie alltägliche Gegenstände des Lebens in religiöse Kunstwerke einflossen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.893 Mitwirkenden weltweit.