Église Saint-Nicolas de Nérac, Katholische Kirche in Nérac, Frankreich
Die Église Saint-Nicolas ist ein Kirchengebäude in Nérac mit einem lateinischen Grundriss und Säulen, die den Eingang im französischen ionischen Stil rahmen. Der Innenraum wird durch dekorative Wandmalereien und Buntglasfenster geprägt, die zusammen die visuelle Gestaltung des Gotteshauses ausmachen.
Hier wurde 1096 eine dem heiligen Nikolaus geweihte Prioratskirche konsekriert, doch 1697 stürzte ihr Glockenturm ein, und ab 1749 war der Gottesdienst aus Sicherheitsgründen untersagt. 1758 wurde am alten Standort eine neue Kirche begonnen, finanziert durch lokale Steuern, vor allem auf Wein, mit Unterstützung des Intendanten Claude-Louis-Aubert de Tourny. Der Pariser Architekt François Dominique Barreau de Chefdeville entwarf einen lateinischen Kreuzgrundriss; nach seinem Tod 1765 führten Oudot de Maclaurin und dann Jean Sauvageot den Bau fort, der mehrfach stockte, bis 1771 die Weinsteuer per königlicher Verordnung wieder erhoben wurde.
Die Kirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Papst Urban II. 1096 die frühere Prioratskirche gewidmet hatte. Der Bau des heutigen Gebäudes wurde vor allem durch eine örtliche Weinsteuer finanziert, die 1771 per königlicher Verordnung wieder eingeführt und im Oktober 1778 verlängert wurde; 1781 kam ein Zuschuss aus den königlichen Lotterien hinzu.
Die Kirche steht an der place Saint-Nicolas am linken Ufer der Baïse. Der Haupteingang wird von kolossalen Pilastern französischer ionischer Ordnung gerahmt, die Glockentürme erheben sich rechts an der Fassade. Das Gebäude ist als Monument historique klassifiziert; man erreicht es zu Fuß von den umliegenden Straßen.
Die Glockentürme gehen auf Pläne von Barreau de Chefdeville von 1761 zurück, bevor Oudot de Maclaurin den Bau zur Kostensenkung vereinfachte. Im Briefwechsel zwischen Sauvageot und Maclaurin sind die Türme nie erwähnt; Maclaurin übernahm sie später für Saint-Sulpice in Paris, 1768.
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