Église Saint-Jacques de Perpignan, Katholische Kirche in Perpignan, Frankreich
Die Église Saint-Jacques ist eine gotische Kirche in der Rue de la Miranda auf dem Gipfel eines der beiden Hügel von Perpignan. Ihr einschiffiges Langhaus mit fünf Jochen wird von Seitenkapellen flankiert, die im Norden tiefer sind, und endet in einer polygonalen Apsis, die 1399–1400 auf Kosten der Gärtnerzunft errichtet wurde; deren Wappen, ein fruchttragender Baum, ziert den Schlussstein. Das Eingangsportal aus weißem Marmor von Céret wurde Mitte des 17. Jahrhunderts von der Kirche La Réal hierher versetzt und ist von einem Portikus vorgelagert.
Die Kirche wurde zwischen 1260 und 1280 auf Geheiß von Jakob I. von Aragon während der Stadterweiterung Perpignans erbaut. Diese Periode markierte das Wachstum der Stadt und die damit verbundenen neuen religiösen Strukturen.
Die 1416 von dem heiligen Vinzenz Ferrer gegründete Bruderschaft des Kostbaren Blutes startet seit dem 15. Jahrhundert am Karfreitag die Sanch-Prozession von dieser Kirche aus. Vermummte Büßer tragen die Mysterien durch die Straßen. Die 1699 an die Westmauer angebaute Kapelle verlor 1710 ihre Kuppel und wurde erst 1742 geweiht; nach der Revolution riss man die Trennmauer zur Kirche ab, sodass sich heute zwei Hochaltarretabel gegenüberstehen.
Die Kirche befindet sich an der Straße Miranda und ist leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass Öffnungszeiten variieren und es empfehlenswert ist, die aktuelle Verfügbarkeit zu überprüfen.
Bei archäologischen Ausgrabungen 2001 wurden 165 Keramikgefäße aus dem 15. Jahrhundert im Mauerwerk entdeckt. Diese Gefäße wurden absichtlich eingebaut, um das Gewicht des Gebäudes zu reduzieren.
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