Eglise Saint-Jean-Baptiste, Mittelalterliche Kirche in Bourbourg, Frankreich
Die Église Saint-Jean-Baptiste ist eine Kirche aus hellem beigem und grauem Stein in Bourbourg mit einem langen Schiff unter einem flach geneigten Dach und einem quadratischen Steinturm über der Vierung, der von einer schlanken Kuppel und einem Kreuz bekrönt wird. Rechts schließt ein polygonaler gotischer Chor mit hohen Spitzfenstern, schweren Strebepfeilern und steilem Schieferdach den Bau. Das Westportal aus dem 13. Jahrhundert zeigt einen Spitzbogen, ein seltenes Beispiel des Übergangs zwischen Romanik und Gotik.
Die ältesten Teile stammen von etwa 1250 und entstanden auf Initiative der Abtei Saint-Bertin in Saint-Omer. Der gotische Chor wurde im 13. Jahrhundert angefügt, die Seitenschiffe im 16. und ein Backsteinglockenturm im 17. Jahrhundert; dieser Turm stürzte 1739 ein, die Instandsetzung dauerte fünfzehn Jahre. Im April 1918 beschädigt und am 25. Mai 1940 verwüstet, wurde das Schiff 1962 wiedereröffnet und der restaurierte Chor im Oktober 2008 eingeweiht. Der Chor ist seit 1920 als Monument historique klassifiziert.
Die Kirche trägt den Namen Johannes des Täufers, ihres Schutzpatrons, dessen Bild den Schlussstein des gotischen Chor Gewölbes ziert. Drei grosse Chorfenster erzählen sein Leben, in der Mitte die Taufe Christi, zwölf weitere zeigen Ereignisse der Religionsgeschichte Bourbourgs, etwa den Anschlag auf die Notre-Dame-Statue 1383 oder den Brand vom 25. Mai 1940.
Der gotische Chor wurde restauriert und im Oktober 2008 eingeweiht; eine Mauer trennt ihn vom Schiff, er dient als eigene Kapelle mit Anthony Caros Werk Le Choeur de lumière. Das Schiff ist erst 1962 wieder für den Gottesdienst geöffnet worden, beide Teile werden also getrennt besucht. Das Westportal des 13. Jahrhunderts mit spitzem Bogen liegt an der gepflasterten Straße mit kurzen Pfosten.
Der 2008 restaurierte Chor ist durch eine Mauer vom Schiff getrennt und dient als Kapelle mit dem Kunstwerk „Le Choeur de lumière“ des Briten Anthony Caro. Die Kirche bewahrt zudem einen geschnitzten Holzschrein des 15. Jahrhunderts zum Wunder von 1383: Ein bretonischer Söldner schlug auf die Marienstatue ein, die der Legende nach blutete, worauf er tot umfiel.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.885 Mitwirkenden weltweit.