St-Martin, Katholische Kirche in Limoux, Frankreich.
St-Martin ist die Pfarrkirche von Limoux, aus hellbraunem Quadermauerwerk am Ufer der Aude neben dem Pont-Neuf errichtet. Das dreischiffige romanische Langhaus blieb beim Anbau des gotischen Chors erhalten, den ein Umgang mit fünf Apsidenkapellen umgibt; fünf Seitenkapellen liegen zwischen den Strebepfeilern. Rechts steigt ein schlanker, mehrgeschossiger Turmhelm auf, am Westende steht ein kleinerer Turm mit Pyramidendach.
Das Gebäude wird erstmals in einem Dokument von 1120 erwähnt und war zunächst mit der Abtei Saint-Hilaire verbunden. 1208 ging die Kirche in den Besitz des Klosters Prouille über.
Der Orgelprospekt trägt die Inschrift Pierre de Montbrun und die Jahreszahlen 1740-1742; er ist seit dem 21. März 1967 als Monument historique klassifiziert. Jean-François Picard L'Épine überarbeitete das Werk 1767 bis 1772, Théodore Puget 1871, Pierre Vialle restaurierte es 1994, Michel Formentelli 2015. Der geschnitzte hölzerne Baldachin stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Der Kirchturm wurde 1777 nach einem Blitzschlag wieder aufgebaut und ist der höchste Punkt in Limoux. Das Gebäude dient vielen Besuchern als auffälliger Orientierungspunkt in der Stadt.
Die Kirche wäre fast Kathedrale geworden: Papst Johannes XXII. erhob sie 1317 in diesen Rang, doch 1318 wurde der Beschluss auf Verlangen des Klosters Prouille rückgängig gemacht, dessen Nonnen einen wichtigen Zehnt verloren hätten. Die Arbeiten an der noch unvollendeten Kirche wurden damals eingestellt.
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