Île d’Er, Gezeiteninsel in Plougrescant, Frankreich.
Île d'Er ist eine Gezeiteninsel vor der Küste der Bretagne mit felsigen Küstenabschnitten und sandigen Buchten. Die Insel wechselt je nach Wasserstand zwischen einer halbinselartigen Formation bei Ebbe und einer vollständig vom Wasser umgebenen Landmasse bei Flut.
Die Insel war Standort eines Augustiner-Priorats, das 1058 gegründet und vom Kloster Marmoutier in Tours verwaltet wurde. Im 20. Jahrhundert wurde die Insel Lagerplatz für Überreste von Schiffsunglücken und wurde dadurch zu einem unerwarteten Schauplatz maritimer Katastrophen.
Der Ort trägt seinen Namen von der bretonischen Tradition der Gezeitenphänomene und der Verbindung zwischen Mensch und Meer. Besucher können heute noch die alte Kaimauer sehen, wo früher Fischer ihre Boote anlegten und ihre Fänge verkauften.
Besucher sollten vor der Planung einer Exkursion die Gezeitentische überprüfen, da die Erreichbarkeit auf Zeiten mit niedrigem Wasserstand beschränkt ist. Das beste Erlebnis bietet sich bei Ebbe an, wenn man über den freigelegten Meeresgrund zur Insel gehen oder mit dem Boot anreisen kann.
Die Insel erhielt in den 1960er Jahren Lagerbestände von Schiffswracks, einschließlich Materialien aus zwei bekannten Umweltkatastrophen. Diese unerwartete Nutzung machte sie zu einem stilles Zeugnis menschlicher Fehler auf dem Meer.
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