Église Saint-Léger de Cheylade, Romanische Kirche in Cheylade, Frankreich.
Die Kirche Saint-Léger besteht aus rauen grauen und braunen Blöcken von Vulkangestein unter einem steilen Schieferdach. Links steht ein quadratischer Turm mit Pyramidendach, zwei lamellierten Bogenöffnungen und einem Kreuz; das Schiff zieht sich nach rechts bis zu einer runden Apsis. Zwei vergitterte Rundbogenfenster durchbrechen die untere Mauer, und ein kleiner metallener Glockenturm mit Kreuz sitzt auf dem Dachfirst.
Um 900 gab es in Cheylade bereits eine Kirche, als der Ritter Étienne I. sie 1029 der cluniazensischen Abtei Sauxillanges schenkte. Der romanische Bau entstand Anfang des 12. Jahrhunderts. Englische Banden besetzten ab 1357 das Tal der Petite Rhue und beschädigten die Kirche um 1359–1360. Im 15. Jahrhundert wurde sie um vier kreuzrippengewölbte Kapellen und eine Südvorhalle erweitert, dann um 1600 unter dem Architekten Pierre Levesville restauriert, der die Arbeiten von 1610 bis 1614 leitete.
Die Kirche ist dem Märtyrerbischof Leodegar von Autun geweiht; seine Bekanntheit in der Region erklärt das Patrozinium des ersten Baus um das Jahr 900. Die Südvorhalle des 15. Jahrhunderts mit zwei in die Seitenmauern eingebauten Steinbänken diente als Gemeindehaus. Die 1.360 bemalten Deckenfelder stammen von einem anonymen Künstler.
Der Besuch erfordert, dass man eine enge Tür durchquert und dann Treppen hochsteigt, was für Menschen mit Mobilitätsproblemen schwierig sein kann. Die beste Zeit für einen Besuch ist bei gutem Wetter, da die Treppen eng und dunkel sind.
Die 1.360 bemalten Quadrate der hölzernen Kassettendecke, die wahrscheinlich im 18. Jahrhundert von einem anonymen Künstler geschaffen wurden, führten 1963 zur Einstufung der Kirche als Monument historique.
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