Château de Brax, Mittelalterliche Burg in Brax, Frankreich
Das Schloss Brax ist eine Burg mit vier runden Türmen und Ziegelmauern mit Zinnen, die durch eine breite Treppe auf der Rückseite zugänglich sind. Die Struktur verbindet mittelalterliche Grundlagen mit später hinzugefügten Elementen aus verschiedenen Epochen.
Arnaud de La Faya ließ ab 1352 einen ersten befestigten Bau errichten, nachdem der Graf von L'Isle Jourdain ihm den Ort als Dank für die Rettung seines Vaters überlassen hatte; Zinnenmauern umgaben damals ein Wohngebäude mit vier Rundtürmen. 1582 bauten Françoise de Seysses und Jean de Polastron dort ein Lustschloss. Heinrich IV. hielt sich 1600 während eines Jagdzugs einige Tage hier auf. Die Familie Pins-Monbrun fügte 1860 einen Bau an der Hauptfassade hinzu, und ein Brand zerstörte 1930 das Dach, wobei Schiefer die flachen Ziegel ersetzte.
Der Name des Schlosses stammt vom Dorf Brax, dessen Gelände 1352 vom Grafen von L'Isle Jourdain an Arnaud de La Faya übertragen wurde, als Dank dafür, dass er seinen Vater gerettet hatte. Die Schenkung umfasste das Recht, eine befestigte Burg zu errichten. Seit 1967 beherbergt der Verein ASEI im Schloss Erwachsene mit Taubblindheit.
Das Gelände ist über eine doppelte Treppe an der Vorderseite zugänglich und bleibt in Privatbesitz. Besucher sollten sich vorher informieren, ob Zugangsbeschränkungen gelten, da die Burg nicht immer öffentlich verfügbar ist.
Der Wehrgang auf Ziegelkonsolen und kleinen Bogenstellungen umläuft den gesamten Bau. 1943 kaufte Antonin Cousin aus Sidi-Bel-Abbès in Algerien das Gut als Finanzspekulation und nutzte es als Zweitwohnsitz; sein Vorhaben, Bäume des Parks zu fällen, führte am 26. November 1946 zur Eintragung des Schlosses in das Zusatzinventar der Monuments historiques.
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