Deutscher Soldatenfriedhof Vermandovillers, Deutscher Soldatenfriedhof in Vermandovillers, Frankreich
Der Friedhof von Vermandovillers ist eine deutsche Kriegsgräberstätte mit über 22.600 Gräbern deutscher Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Die Gräber sind einzeln angeordnet und in Massengrabstellen verteilt, die sich über das Gelände erstrecken.
Der Friedhof wurde 1920 von französischen Behörden gegründet, um deutsche Soldaten zu bestatten, die in Kämpfen südlich der Somme starben. Der Ort entstand aus der Notwendigkeit, große Mengen an Kriegstoten würdevoll unterzubringen.
Dieser Friedhof ehrt Soldaten verschiedener Glaubensrichtungen. Die 32 jüdischen Gefallenen haben Steintafeln mit hebräischen Inschriften statt Kreuze, was ihre religiöse Identität bewahrt und würdigt.
Das Gelände wird von der Deutschen Kriegsgräberstätte gepflegt und bietet Besuchern Informationen über die Gefallenen auf Metallplaketten und Wänden. Ein Besuch ermöglicht es, sich Zeit zu nehmen und durch die ordnungsgemäß erhaltenen Reihen zu gehen.
Zwei deutsche expressionistische Schriftsteller, Reinhard Johannes Sorge und Alfred Lichtenstein, sind unter den gefallenen Soldaten begraben. Ihre Anwesenheit macht diesen Ort zu einem unerwarteten Ort der literarischen Geschichte.
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