Museum für Hemdenherstellung und männliche Eleganz, Geschichts- und Modemuseum in Argenton-sur-Creuse, Frankreich
Das Musée de la chemiserie et de l'élégance masculine ist ein Geschichts- und Modemuseum in Argenton-sur-Creuse, einer Kleinstadt in der Region Centre-Val de Loire in Frankreich. Es befindet sich in einem U-förmigen Gebäude mit großen Fenstern und Backsteinwänden, das einst als Gerberei und später als mechanische Hemdenfabrik genutzt wurde.
Die Hemdenfertigung in Argenton-sur-Creuse begann um 1860, als Charles Brillaud die erste mechanisierte Fabrik der Stadt eröffnete, und erreichte ihren Höhepunkt während der Belle Époque mit rund 3.000 Beschäftigten. Nach dem Rückgang der Industrie entstand die Idee für ein Museum im Jahr 1980, und das heutige Haus öffnete 1989 offiziell seine Türen, bevor es 1993 in seinem restaurierten Gebäude neu eingeweiht wurde.
Das Museum widmet sich einem Thema, das in Frankreich selten so direkt behandelt wird: der Geschichte der Männermode und ihrer Verbindung zur lokalen Arbeitswelt. Eine Sammlung persönlicher Kleidungsstücke und Bühnengarderobe des Schauspielers Jean-Claude Pascal zeigt, wie Mode auch das Leben bekannter Persönlichkeiten geprägt hat.
Das Museum liegt in der Stadtmitte von Argenton-sur-Creuse, nicht weit vom Fluss Creuse, und ist zu Fuß vom historischen Stadtkern aus gut erreichbar. Es ist in der Regel im Winter geschlossen, daher empfiehlt sich ein Besuch in den Frühjahrs- oder Sommermonaten.
Der Museumsgarten wurde im Jahr 2000 angelegt und ist nach Motiven alter Hemdenschnittmuster gestaltet. Dort wachsen Pflanzen, die früher zur Herstellung von Textilfasern und Naturfarben verwendet wurden.
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