Château Burrus, Neobarockes Schloss in Sainte-Croix-aux-Mines, Frankreich.
Château Burrus ist ein neobarockes Herrenhaus in der Rue Maurice-Burrus 74 in Sainte-Croix-aux-Mines, das 1900 von den Architekten Jules Berninger und Gustave Krafft erbaut wurde. Das Erdgeschoss umfasst acht Räume um eine große zentrale Halle mit ionischen und korinthischen Säulen und gelbem Kunstmarmor. Der grüne Saal hat Spiegeltüren und eine als bewölkter Himmel bemalte Decke; der rote Saal zwei Säulen aus rotem Kunstmarmor und Kupfervergoldung; der Holzsaal ist mit Holz vertäfelt und mit Pappmaché-Tapeten versehen.
Maurice Burrus, Tabakindustrieller, ließ das Schloss 1900 als Familienwohnsitz nach Plänen der elsässischen Architekten Jules Berninger und Gustave Krafft errichten, die in Stuttgart und an der École des Beaux-Arts in Paris studiert hatten. Im Zweiten Weltkrieg wurde es beschlagnahmt und in ein Ausbildungszentrum für SS-Offiziere umgewandelt. Die Familienfabrik schloss 1947; nach Maurices Tod 1959 ging der Bau an eine Ordensgemeinschaft und später an Privatleute, 1993 wurde er als Monument historique eingetragen. 2021 kaufte eine Familie das Schloss und begann mit der Renovierung.
Die Innenräume zeigen Namen und Stile aus der Belle Époque, die die Vorlieben der Tabakfabrikantenfamilie widerspiegeln. Man kann noch heute die Dekoration mit gefälschten Marmorsäulen und vergoldeten Details in verschiedenen Zimmern sehen.
Das Château ist derzeit nicht für Besucher zugänglich, da es sich in einer umfassenden Renovierung befindet. Es ist ratsam, sich über die Entwicklungsfortschritte zu informieren, bevor Sie einen Besuch planen.
Die Halle besitzt ionische und korinthische Säulen mit gelbem Kunstmarmor; der rote Saal hat zwei Säulen aus rotem Kunstmarmor und Kupfervergoldung an Decke und Türen. Im grünen Saal vergrößern Spiegelportale den Raum, dessen Decke als leicht bewölkter Himmel bemalt ist.
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