Gardon Gorges, Prähistorische Höhle mit Felsmalereien in Sainte-Anastasie, Gard, Frankreich
Die Baume-Latrone ist eine prähistorische Höhle in der Gemeinde Sainte-Anastasie im Département Gard, deren tiefes Gangsystem jungpaläolithische Zeichnungen mit braunem Ton an den Fingerspitzen bewahrt. Etwa 240 Meter vom Eingang entfernt sind Mammute, eine große Katze, ein Bär, wahrscheinlich ein Nashorn, ein Pferd, zwei Steinböcke, zwei Hirsche und ein Rind dargestellt, dazu Gravierungen und positive Handabdrücke.
Die Baume Latrone wurde Ende des 19. Jahrhunderts in ihrem Eingangsportal ausgegraben, wobei ausschließlich neolithische Schichten zutage traten. 1940 wurden nach einer Freilegung jungpaläolithische Zeichnungen in einem tiefen Gangsystem 240 Meter vom Eingang entfernt entdeckt. Am 19. Mai 1941 wurde sie als Monument Historique eingestuft; 2009 nahm ein interdisziplinäres Team unter Marc Azéma die Untersuchung wieder auf.
Der Name stammt von „baume“, dem örtlichen Wort für Höhle (balma im Okzitanischen). Die Felsbilder wurden 1940 von Schülern aus Nîmes 240 Meter vom Eingang entfernt entdeckt und mit halbflüssigem braunem Ton mit zwei bis vier Fingerspitzen aufgetragen, eine in der paläolithischen Kunst sonst unbekannte Technik.
Die Höhle liegt in der Gemeinde Sainte-Anastasie im Gard, und ihr bemalter Gang beginnt etwa 240 Meter vom Eingang entfernt; die gezeichneten Felder erreicht man nur tief im Inneren. Der Zugang ist geführten oder genehmigten Besuchen vorbehalten; die Originalzeichnungen sind nicht frei zugänglich.
Die Höhlenkunst wurde 1940 von Schulkindern aus Nîmes entdeckt, 240 Meter vom Eingang entfernt, nachdem ein Gang geöffnet worden war. Die Figuren wurden mit braunem Ton und zwei bis vier Fingerspitzen gezeichnet, eine als polydigital bezeichnete Technik, die sonst in der paläolithischen Höhlenkunst nicht bekannt ist.
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