Förderturm von Liévin, chevalement à Liévin (Pas-de-Calais)
Die Fosse nr. 1 - 1 bis - 1 ter der Minen von Liévin ist ein ehemaliges Kohlebergwerk mit bedeutsamen Strukturen aus dem frühen 20. Jahrhundert, das heute teilweise als Gedenkstätte erhalten ist. Das markanteste Merkmal ist der Fördergerüst aus Stahl und Beton von 1922, der zur Beförderung von Bergleuten und Kohle in die Tiefe diente.
Die Grube begann ihre Tätigkeit in den späten 1850er Jahren mit dem ersten Schacht ab 1858 und entwickelte sich zu einem bedeutenden Produktionszentrum. Nach Zerstörungen im Ersten Weltkrieg wurde die Anlage wiederaufgebaut und bis 1955 betrieben, danach folgte die schrittweise Stilllegung.
Der Schacht war das Zentrum der lokalen Gemeinschaft, um den herum ganze Wohnviertel für Bergarbeiter entstanden. Diese Arbeitersiedlungen prägen bis heute das Aussehen Liévins und erinnern an die enge Verbindung zwischen Bergbau und Alltagsleben.
Der Ort ist leicht zu erreichen und liegt in Liévin mit klaren Hinweisen auf die historische Stätte. Die Umgebung wurde teilweise landschaftlich gestaltet mit einem kleinen Grünflächenbereich um die erhaltenen Strukturen.
Ein schwerer Grubenunglück im Januar 1885 forderte das Leben von 28 Bergleuten und zeigte die Gefahren der Untergrundarbeit. Solche Tragödien prägen die Geschichte des Ortes und verdeutlichen den Einsatz der Arbeiter, die täglich mit Risiken lebten.
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