Réserve naturelle nationale du mont Grand Matoury, Nationales Naturschutzgebiet in Matoury, Französisch-Guayana
Die Réserve naturelle nationale du mont Grand Matoury umfasst 2.123 Hektar primären tropischen Regenwald um einen 234 Meter hohen Berg, den höchsten an der Küste des Guayana-Schilds. Seine Hänge mit dünnem Boden über Laterit werden von Bächen zerschnitten und von Windwürfen unterbrochen; im Süden und Westen liegen Mangroven, Sümpfe und Grassavannen.
Der Wald am Mont Grand Matoury wurde seit dem 17. Jahrhundert während der Kolonialzeit genutzt, mit Siedlungen und der Rumbrennerei von Lamirande. 1942 wurde auf Staatsland eine 166 Hektar große Reserve eingerichtet, die die Nordosthänge und das Gipfelplateau umfasste – das erste Schutzgebiet Südamerikas. Ein 1991 geplantes Sendemast-Projekt auf dem Gipfel löste das Unterschutzstellungsverfahren aus, das mit dem Dekret vom 6. September 2006 zur Erweiterung auf 2.123 Hektar führte.
Die Reserve trägt den Namen des 234 Meter hohen Mont Grand Matoury, des höchsten Punktes an der Küste des Guayana-Schilds. Seine Hänge wurden ab dem 17. Jahrhundert genutzt, mit Kolonialgütern und der Rumdestillerie von Lamirande. Auf dem Gebiet liegt zudem eine präkolumbische Indianerstätte, und die 1877 beschriebene, für verschollen gehaltene Palme Astrocaryum minus wurde 1995 am Massiv wiederentdeckt.
Nur die Wege von La Mirande sind für die Öffentlichkeit zugänglich und ausschließlich Fußgängern vorbehalten; Hunde sind auch an der Leine nicht erlaubt. Die Reserve wird von der Mairie de Matoury und dem Office national des forêts verwaltet. Besucher können einen botanischen Rundweg oder einen sportlicheren Wanderweg zum Berg wählen.
Die Palme Astrocaryum minus wurde 1877 von Trail beschrieben und galt danach als verschollen; 1995 wurde sie am Mont Grand Matoury wiederentdeckt und gilt heute als eigene Art. Die Reserve birgt zudem eine präkolumbische Indianerstätte.
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