Soufflerie Hispano-Suiza, Historischer Windkanal in Bois-Colombes, Frankreich.
Die Soufflerie Hispano-Suiza ist eine Windkanalanlage aus Stahlbeton in Bois-Colombes, die ursprünglich für Flugzeugprüfungen entstand. Der Bau erstreckt sich über 55 Meter Länge und 16 Meter Breite und enthielt einen Lüfter von 8 Metern Durchmesser mit 16 Flügeln.
Die Anlage entstand 1937 durch die Brüder Haour im Auftrag der Hispano-Suiza-Firma, um Flugzeuge in Bodennähe zu erproben. Der Betrieb endete 1953, womit diese Testphase der Luftfahrtentwicklung abgeschlossen wurde.
Seit 2006 beherbergt der Standort die Schule La Cigogne, deren Name an das Storchenemblem aus der Luftfahrtgeschichte von Hispano-Suiza erinnert. Der Anti-Wirbel-Filter an der Gebäuderückseite ist nach dem Umbau erhalten geblieben.
Der ehemalige Windkanal ist nicht öffentlich zugänglich: Seit 2005 beherbergt er die Schule La Cigogne, ein Freizeitzentrum und die Schulaufsicht des Departements. Den Anti-Wirbel-Filter sieht man von der Straße aus an der Rückseite des Gebäudes, in der Rue du Moulin-Bailly. Fassade und Dach stehen als monument historique inscrit unter Schutz.
Die Anlage erzeugte Windgeschwindigkeiten bis zu 325 Kilometer pro Stunde und gehörte für eine Zeit zum größten Windkanal der Welt. Diese beachtliche Leistung ermöglichte Prüfungen unter extremen Bedingungen, die damals kaum anderswo möglich waren.
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