Thermes du Palais du Miroir, archäologische Stätte in Frankreich
Die Thermes du Palais du Miroir sind Überreste römischer Bäder an der rechten Seite der Rhône in Saint-Romain-en-Gal und gehörten zu einer großen Anlage mit Räumen für warme und kalte Bäder sowie Bereiche für Sport und Entspannung. Die Strukturen bestehen aus Stein und Ziegeln und zeigen noch heute die Grundrisse alter Mauern und Fußböden, teilweise mit erhaltenen Mosaikmustern.
Die Bäder entstanden als Teil der antiken Stadt Vienna Allobrogum und dienten Jahrhunderte als wichtiger öffentlicher Ort im Römischen Reich. Die Anlage wurde erst in den 1960er Jahren wiederentdeckt, nachdem sie 1840 von Prosper Mérimée als Denkmal eingestuft wurde und damit unter Schutz gestellt.
Der Name Palais du Miroir bezieht sich auf Spiegelfunde, die an diesem Ort entdeckt wurden und die Bedeutung von persönlicher Pflege in römischen Bädern unterstreichen. Die Bäder waren Orte der sozialen Begegnung, wo Menschen nach der Arbeit zusammenkamen, um sich zu entspannen und Nachrichten auszutauschen.
Der Zugang zur Ruinenstätte ist einfach, mit markierten Wegen und Beschilderung, die eine sichere Erkundung ermöglichen, während offene Bereiche und überdachte Abschnitte das Erlebnis angenehm gestalten. Geführte Touren sind verfügbar und erklären die römische Architektur, während die stille Umgebung einen ruhigen Ort zum Erkunden der antiken Strukturen bietet.
Eine berühmte Venus-Statue wurde um 1827 oder 1828 an dem Ort gefunden und zeigt die Göttin in einem Moment, als sie sich zu einem Bad bereitet oder diesen verlässt. Diese Entdeckung war maßgeblich daran beteiligt, das Interesse an der römischen Geschichte und dem Leben in dieser Region zu wecken.
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