St-Jean-Baptiste, Gotische Pfarrkirche in Chaumont-en-Vexin, Frankreich
Die Église Saint-Jean-Baptiste ist eine gotische Pfarrkirche in Chaumont-en-Vexin mit hohen Bögen, die von schlanken Säulen gestützt werden und einen offenen Innenraum schaffen. Große Fenster erhellen das Kirchenschiff mit natürlichem Licht und prägen den Eindruck des Raumes.
Die Kirche wurde in einer einzigen Baukampagne zwischen etwa 1530 und 1554 errichtet, ganz im Stil der Flamboyant-Gotik. Der Werkmeister, der den Plan lieferte, war ein enger Mitarbeiter von Jean Grappin, und der Entwurf orientierte sich an der Stiftskirche von Gisors. Der Glockenturm blieb unvollendet, und der zweite Turm sowie das erste Joch des Langhauses mit der Westfassade wurden nie gebaut.
Das Chorgestühl aus dem 16. Jahrhundert stammt aus der Stiftskirche von Gisors, nicht aus dieser Pfarrei. Sechs Fenster im Querschiff und im Umgang enthalten noch überwiegend Renaissance-Glasmalereien, daneben ältere Fragmente in mehreren anderen Fenstern. Die Sonntagsmesse wird hier jeden Sonntag um 10:30 Uhr für die Pfarrei Saint-François d'Assise du Vexin gefeiert, die achtundvierzig Gemeinden umfasst.
Die Kirche liegt auf einer östlichen Hanglage des Ortes und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten beachten, dass der Haupteingang an der Nordseite des Querschiffs liegt, was bei der Orientierung hilft.
Die Kirche steht auf einer in den Burghügel eingetieften Terrasse, die kaum größer ist als der Bau selbst und im Süden und Osten mit Stützmauern über den Gärten liegt. Da der Hang keinen westlichen Zugang ließ, wurde das Hauptportal in den Nordquerarm gelegt, und keine Tür blickt zur Stadt.
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