Chapelle romane de Champlieu, Karolingische Kirche in Orrouy, Frankreich.
Die Chapelle romane de Champlieu ist eine romanische Kirche mit einem ungewölbten Kirchenschiff aus fünf Jochen, einem Querschiff mit Rundbögen und einem Chor mit flacher Apsis. Die Struktur zeigt die klare Gliederung eines frühmittelalterlichen Bauwerks mit soliden Steinwänden und einfachen architektonischen Formen.
Das Bauwerk wurde in der karolingischen Zeit errichtet, aber Ausgrabungen 1976 enthüllten unter dem heutigen Gebäude die Überreste einer frühmittelalterlichen Kirche und eine Nekropolis. Ein Blitzschlag 1814 beschädigte die Kapelle schwer und führte letztlich zu ihrem Verfall.
Die Kapelle ist mit der Benediktinerabtei Saint-Crespin-le-Grand in Soissons verbunden und liegt an einem alten Pilgerweg nach Santiago. Besucher können noch heute die Verbindung zu dieser geistlichen Gemeinschaft in den Überresten des Bauwerks spüren.
Die Überreste befinden sich in der Nähe der Brunehaut-Straße, einem alten mittelalterlichen Weg, und sind relativ leicht zu finden. Ein Kalvarienkreuz steht vor der Kapelle und markiert die Stätte deutlich.
Der flache Querschiff und die Gewölbe zeigen karolingische architektonische Merkmale, die man auch in ähnlichen Kirchen wie Morienval und Nogent-sur-Oise sieht. Diese Ähnlichkeiten helfen Besuchern, die regionale Kontinuität des frühmittelalterlichen Baustils zu verstehen.
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