Zisterzienserinnenabtei Le Betton, ehemaliges französisches Kloster
Die Abbaye du Betton ist ein Benediktiner- und später Zisterzienserkloster in der Schlucht von Gelon bei Betton-Bettonet in der Savoie. Die Ruinen zeigen noch heute Mauern, Bögen und die Grundrisse der einstigen Klosteranlage mit Kirche und Nebengebäuden.
Das Kloster wurde um 1133 gegründet und war ursprünglich ein Priorat unter La Trinité, bevor es Ende des 12. Jahrhunderts zur Abtei erhoben wurde. Im 17. Jahrhundert wurde es nach Zerstörungen durch Brände und Kriege teilweise wiederaufgebaut, verlor aber nach der Französischen Revolution seine religiöse Funktion.
Das Kloster hatte große Bedeutung für die umliegenden Dörfer als Zentrum des religiösen und gemeinschaftlichen Lebens. Pilger und Gläubige kamen hierher zu Gebeten und Andachten, während die Nonnen durch ihre tägliche Arbeit und ihre Gebete das Leben der Region prägten.
Das Gelände ist zu Fuß leicht zugänglich und kann das ganze Jahr über besucht werden, mit bestem Licht am Nachmittag, wenn die Sonne die alten Steine beleuchtet. Es wird empfohlen, mit einer Karte oder einem Führer zu erkunden, da es vor Ort keine ständigen Guides gibt.
Nach ihrer Zerstörung durch französische Truppen im Jahr 1597 wurde die Abtei später als Geisteskrankenhaus und dann als Seidenproduktionsfabrik genutzt, bevor sie zu Ruinen wurde. Diese ungewöhnliche Geschichte zeigt, wie ein heiliger Ort völlig unterschiedliche Zwecke erfüllen konnte.
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