Porte d’Orange, Mittelalterliches Stadttor in Carpentras, Frankreich.
Das Orangentor in Carpentras ist ein massives Bauwerk aus dem Mittelalter, das sich am nördlichen Rand der Stadt erhebt und ursprünglich als eine von vier Eingängen in die befestigte Stadt diente. Die Struktur war Teil eines umfassenden Verteidigungssystems und bewahrt bis heute die architektonischen Merkmale dieser Epoche.
1357 begann auf Anordnung von Papst Innozenz VI. der Bau der Stadtmauer, die die Hauptstadt der Comtat Venaissin schützen sollte. Sie war 1.770 Meter lang, hatte 32 Türme und vier Tore; das zur Straße nach Orange weisende Porte d'Orange wurde 1392 fertiggestellt. 1791 nahmen die Revolutionstruppen aus Avignon die Stadt ein, und ihre Regierung wurde an diesem Tor empfangen. Im 19. Jahrhundert wurde die Mauer abgetragen; am 1. August 1896 wurde das Tor als Monument historique eingestuft.
Das Tor ist nach der Straße nach Orange benannt, der Hauptstadt des benachbarten Fürstentums Orange, nicht nach Orangenbäumen. Nach der Einnahme von Carpentras durch die revolutionären Truppen aus Avignon 1791 wurde die neue Verwaltung offiziell am Tor empfangen; eine Gedenktafel im Torinneren erinnert an die Niederlage und das Ende des Comtat Venaissin.
Das Tor befindet sich am nördlichen Ende der Stadt und ist zu Fuß vom Zentrum aus leicht erreichbar, wobei eine Parkgartenanlage in der Nähe einen guten Ausgangspunkt bietet. Der Ort hat keine festen Besuchszeiten und kann von außen jederzeit besichtigt werden, was einen Besuch sehr flexibel macht.
Das Tor ist nach der Stadt Orange benannt, nicht nach einer Frucht: Es stand am Beginn der Straße zum benachbarten Fürstentum Orange. Im Inneren des Torbaus erinnert eine Gedenktafel an die Belagerung von 1791 durch die revolutionären Truppen Avignons und das Ende des Comtat Venaissin.
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