Sucrerie d'Eppeville, Art-Deco-Zuckerraffinerie in Eppeville, Frankreich
Die Sucrerie d'Eppeville ist eine Zuckerfabrik aus Ziegeln und Metall, die mit Art-Deco-Merkmalen wie runden Formen und dekorativen Mustern an ihrer Hauptfassade errichtet wurde. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Gebäude und zeigt die Bauweise einer modernen Industrieanlage der 1920er Jahre.
Die Zuckerfabrik wurde 1828 gegründet und später im Ersten Weltkrieg zerstört. Nach 1920 wurde sie vollständig neu aufgebaut und entwickelte sich zu einer der größten Zuckerproduktionsanlagen in Europa.
Die Straßen um das Werk tragen die Namen des Direktors Edme Sommier und seiner Nichten, der Töchter von Jean de Vogüé: rue Germaine, rue Alice, rue Henriette, rue Lucie und rue Sommier. Die Arbeiterwohnungen wurden bereits im Mai 1920, vor der Fabrik, für vierzehn Millionen Francs beschlossen; Georges Lisch entwarf auch ihre Pläne.
Das Werk liegt günstig an Bahnanlagen, Straßen und Wasserstraßen, was den Transport von Zuckerrüben und fertigen Produkten erleichterte. Besucher sollten wissen, dass die volle Größe des Komplexes nur von außen sichtbar ist und die Anlage weitgehend unverändert seit ihrer Rekonstruktion erhalten blieb.
Für den Aufbau des Werks in den 1920er Jahren wurden speziell etwa 600 tschechische Arbeiter nach Frankreich gebracht. Ihre Arbeitskraft war entscheidend für die Montage und den Zusammenbau dieser riesigen Industrieanlage in kurzer Zeit.
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