Usine sidérurgique de Florange, usine sidérurgique à Florange, en France
Das Hüttenwerk Florange ist ein großes Stahlwerk in der Fensch-Ebene, das sich über mehrere Gemeinden erstreckt. Das Gelände verfügt über beeindruckende Hochöfen, Walzanlagen und Industriegebäude aus verschiedenen Epochen, wobei die Strukturen aus den 1950er und 1960er Jahren noch relativ gut erhalten sind.
Die Eisenverarbeitung in der Region reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, doch das moderne Werk entstand in den 1950er Jahren mit dem Bau großer Hochöfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände unter neuem Management modernisiert, besonders durch die Sollac-Kooperative, die das Werk zu einer der produktivsten Stahlanlage Europas machte.
Das Werks zeigt die Bedeutung der Stahlindustrie für die lokale Bevölkerung über mehrere Generationen. Die riesigen Strukturen und die vielen verlassenen Gebäude erzählen von einer Zeit, als die Fabrik das Leben und den Rhythmus der umliegenden Gemeinden bestimmte.
Das Gelände ist derzeit nicht für Besucher zugänglich und wird von Sicherheitskräften überwacht, auch mit Drohneneinsatz. Das Betreten der Ruinen ist gefährlich und illegal, da es sich um ein stillgelegtes Industriegebiet mit Einsturzrisiken und anderen Sicherheitsrisiken handelt.
Der Hochofen Nummer 6 ist beeindruckend groß und bietet von seiner Basis aus eine außergewöhnliche Perspektive auf die Stahlkonstruktion. Der Kontrollraum der Anlage wirkt merkwürdig zeitgefroren, mit Kabeln und Schalttafeln, die noch intakt sind, obwohl die Produktion längst eingestellt wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.