Protestant temple of Orléans, Protestantischer Tempel in Orléans, Frankreich.
Der Protestantische Tempel von Orléans ist ein Kirchengebäude mit einem charakteristischen Grundriss, der ein kreisförmiges Zentralschiff mit einer abgesenkten Betonkuppel aufweist. Gusseiserne Säulen stützen die Empore und prägen das Innere des Bauwerks.
Das Bauwerk entstand zwischen 1836 und 1839 nach Plänen des Architekten François-Narcisse Pagot an der Stelle einer abgerissenen mittelalterlichen Kirche. Es markiert eine Zeit, als Protestanten in Frankreich wieder eigene Gotteshäuser errichten durften.
Der Tempel wird von der protestantischen Gemeinde genutzt und beherbergt eine Kanzel, die von lokalen Handwerkern gefertigt wurde. Die Gottesdienste finden regelmäßig statt und prägen das religiöse Leben der Gemeinde bis heute.
Das Gebäude befindet sich in der Altstadt unweit der Kathedrale und ist täglich geöffnet, sodass Besucher die Architektur und das Innere besichtigen können. Der Zugang ist kostenfrei und zu Fuß leicht erreichbar.
Während des Zweiten Weltkriegs bot die Direktorin des Waisenhauses, Coralie Beluse, jüdischen Kindern Zuflucht in der Kirche. Ihr Mut wurde später mit der Anerkennung als Gerechte unter den Völkern gewürdigt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.