Moulin de l'Aile, Windmühle in Saint-Martin-lez-Tatinghem, Nordfrankreich
Das Moulin de l'Aile ist eine runde Ziegelsteinwindmühle in Saint-Martin-lez-Tatinghem in der Nähe von Saint-Omer in Nordfrankreich, mit einem drehbaren Dach und großen hölzernen Flügeln. Der Turm ist etwa 15 Meter hoch, und der Gesamtaufbau einschließlich Dach und Flügeln erreicht eine Spannweite von rund 22 Metern.
Eine in den Turm eingelassene Kreidestein-Inschrift aus dem Jahr 1801 nennt Jean-François Speneux als Käufer der Mühle während der Französischen Revolution, was auf ein hohes Alter des Gebäudes hinweist. Nach mehreren Besitzerwechseln verfiel die Mühle im Laufe des 20. Jahrhunderts und wurde zwischen 1979 und 1983 dank lokaler Initiative wieder aufgebaut, bevor sie 2001 als historisches Monument eingetragen wurde.
Die Mühle steht an einer Straße, die zwei früher eigenständige Gemeinden verbindet, und dient heute als Treffpunkt für Menschen, die sich für das ländliche Erbe der Region Audomarois interessieren. Lokale Gruppen organisieren gelegentlich Besichtigungen, bei denen man die alten Mahlmechanismen und die handwerkliche Arbeit der damaligen Zeit aus der Nähe betrachten kann.
Die Mühle ist vom Straßenrand aus gut sichtbar und lässt sich bei einem kurzen Spaziergang von außen besichtigen, ohne dass ein Eintritt erforderlich ist. Bei gelegentlichen organisierten Besuchen bietet sich die Möglichkeit, auch das Innere zu erkunden.
Im vierten Stockwerk befindet sich eine kleine Tür, die auf einen winzigen Balkon führt, was bei Windmühlen äußerst selten ist. Noch ungewöhnlicher ist, dass über dieser Tür ein gemeißelter Stein die kreisförmige Galerie darstellt, die den oberen Teil der Mühle umgibt.
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