Grotte de Trabuc, Schauhöhle in Mialet, Frankreich.
Die Grotte de Trabuc ist eine Kalksteinhöhle im Gemeindegebiet von Mialet, im Departement Gard, am Rand der Cevennen. Sie besteht aus mehreren übereinanderliegenden Galerien, unterirdischen Seen und durch Wasser geformten Felsstrukturen, die auf verschiedenen Rundwegen zugänglich sind.
Die Höhle war bereits in der Vorzeit bewohnt und diente während der Religionskriege des 17. Jahrhunderts als Versteck für protestantische Flüchtlinge in der Region. Die oberen Abschnitte blieben lange unbekannt und wurden erst in den 1940er Jahren von Höhlenforschern entdeckt.
Der Name Trabuc leitet sich vom okzitanischen Wort für eine alte Münzwaage ab, was auf die lange menschliche Nutzung dieser Gegend hinweist. Im Inneren sieht man noch heute Spuren früherer Besuche: Rußspuren an den Wänden zeugen von Fackeln, die frühere Bewohner und Flüchtlinge mit sich trugen.
Die Höhle wird nur im Rahmen geführter Touren besucht; es empfiehlt sich, die Verfügbarkeit im Voraus zu prüfen, da sich das Angebot je nach Jahreszeit ändert. Im Inneren herrscht das ganze Jahr über eine konstant kühle Temperatur, weshalb ein Pullover auch im Sommer sinnvoll ist.
Im Inneren befindet sich eine riesige Ansammlung winziger Kalksteingebilde am Boden eines Saals, die an Tausende kleiner Figuren erinnern und im Volksmund als die "100.000 Soldaten" bezeichnet werden. Der Ursprung dieser Formen ist noch nicht vollständig geklärt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.