Nekropole von Razet, Höhle in Frankreich
Die Grottes du Razet sind unterirdische Kammern, die in Kalkstein gegraben wurden und vor mehreren Jahrtausenden als Begräbnisstätte dienten. Die etwa 50 Kammern sind in regelmäßigen Reihen an einem Hang angeordnet, mit Eingängen, die zum Süden oder Südosten ausgerichtet sind, und bestehen jeweils aus einer Vorkammer und einem Hauptraum.
Die Kammern wurden Ende der Jungsteinzeit bis in die Bronzezeit über mehrere Generationen hinweg gegraben und dienten als Gräber für verschiedene Generationen. Die Stätte wurde 1842 zufällig entdeckt, dann zwischen 1872 und 1873 durch Baron Joseph de Baye erforscht und 1926 zum historischen Denkmal erklärt.
Die Grottes du Razet zeigen, wie alte Gemeinschaften ihre Toten ehrten und ihnen dauerhaft Platz gaben. Die Kammern liegen in parallelen Reihen ausgerichtet, was zeigt, dass dieser Ort für Rituale und das Gedächtnis der Gemeinschaft sehr bedeutsam war.
Der Zugang erfordert festes Schuhwerk und eine Taschenlampe, da die Gänge dunkel und der Boden uneben sind. Der Ort liegt in ruhiger, ländlicher Umgebung, daher sollte man mit einfachem Zugang rechnen und Zeit für das Erkunden einplanen.
In Kammer 23 ist ein seltenes Flachrelief einer weiblichen Figur erhalten, die möglicherweise eine Göttin oder Hüterin der Gräber darstellt, mit bemerkenswerten Details wie Kopfbedeckung und Halskette. Experten diskutieren jedoch, ob dieses Schnitzwerk original ist oder später hinzugefügt wurde, was es zu einer rätselhaften Besonderheit des Ortes macht.
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