Hôtel de Ville, Rathaus in Châlons-en-Champagne, Frankreich.
Das Hôtel de Ville von Châlons-en-Champagne ist ein neoklassizistischer Bau am Place du Maréchal-Foch, der 1776 nach Plänen von Jean-Nicolas-Louis Durand fertiggestellt wurde. Seine Werksteinfassade hat einen vorspringenden dreiachsigen Mittelteil mit sechs ionischen Säulen und einem Giebel, der eine Frau mit zwei Putten zeigt. Dahinter erhebt sich ein Kuppelturm mit Uhr und Spitze; über den Säulen ist „HOTEL DE VILLE“ eingemeißelt.
Die Ratsherren tagten mindestens seit dem 15. Jahrhundert im Saint-Esprit-Hospital, und an dieser Stelle wurde 1553 eine Maison Commune im Renaissancestil begonnen, durch die Religionskriege verzögert und 1612 vollendet. In den 1770er Jahren ließ Intendant Rouillé d'Orfeuil sie abreißen, um einen neuen bürgerlichen Platz zu schaffen, und Jean-Nicolas-Louis Durand entwarf das heutige neoklassizistische Rathaus, das ab 1772 errichtet und 1776 fertiggestellt wurde.
Im ersten Obergeschoss des Ehrentreppenhauses hängen Grisaillen von Nicolas Perseval mit Persönlichkeiten der Stadt, darunter Claude d'Espence, David Blondel, Nicolas Clémangis, Martin Akakia, Perrot d'Ablancourt und Pierre Bayen. Gegenüber der Treppe ist auch der Salon d'honneur mit Grisaillen ausgemalt. Es sind grau in grau gemalte Bilder, keine farbigen Porträts.
Das Gebäude beherbergt Verwaltungsdienste und ist für die Öffentlichkeit zugänglich, besonders während Tagen des kulturellen Erbes mit geführten Besichtigungen. Besucher sollten sich vorab bei der städtischen Verwaltung informieren, um Öffnungszeiten und Besichtigungsmöglichkeiten zu erfragen.
Vier steinerne Löwen von Antoine Lépine wurden 1778 vor dem Gebäude aufgestellt, und Victor Hugo erwähnte sie in seinen Schriften. Während der Revolution versuchten Revolutionäre, die Fleurs-de-Lis am Giebel mit dem Hammer abzuschlagen; die Schäden sind noch zu sehen.
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