Mémorial des Reporters de Bayeux, Pressefreiheit-Gedenkstätte nahe dem Britischen Militärfriedhof in Bayeux, Frankreich.
Das Mémorial des Reporters de Bayeux ist ein Gedenkort in einer Parkanlage, auf dem die Namen von Journalisten eingraviert sind, die seit 1944 bei ihrer Berichterstattung ums Leben gekommen sind. Ein gepflasterter Weg führt an weißen Steinen entlang, auf denen über 2000 Namen verzeichnet sind, wobei regelmäßig neue Namen hinzugefügt werden.
Das Denkmal wurde 2006 eingeweiht und entstand aus Diskussionen während der Veranstaltungen zum Bayeux-Calvados Preis, die anlässlich des 50. Jahrestags des D-Day begannen. Der Ort wurde geschaffen, um die anhaltende Gefahr zu würdigen, der sich Journalisten bei ihrer Berichterstattung aussetzen.
Der Gedenkort trägt Namen von Journalisten, die bei ihrer Arbeit starben, und wird jedes Jahr im Oktober während der Verleihung des Bayeux-Calvados Preises besucht. Bei dieser Gelegenheit werden neue Namen hinzugefügt, um an verstorbene Berichterstatter aus dem jeweiligen Jahr zu erinnern.
Der Ort liegt an der Boulevard Fabian Ware und ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Im nahegelegenen Normandy Battle Memorial Museum können Besucher an interaktiven Terminals mehr über die Geschichte und die Namen erfahren.
Unter den eingravuerten Namen befinden sich bekannte Fotografen wie Robert Capa und die Journalistin Marie Colvin, sowie die Opfer der Anschläge von Charlie Hebdo. Diese Liste zeigt, dass die Gefahr für Journalisten über Jahrzehnte hinweg und in verschiedenen Kontexten andauert.
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