Grotte du Pape, Paläolithische archäologische Stätte in Brassempouy, Frankreich.
Die Grotte du Pape ist einer von vier Eingängen eines Karstnetzes, das der Bach Pouy in einen eozänen Kalkhang bei Brassempouy gegraben hat. Von Norden nach Süden folgen die Hyänengrotte, die Mégacéros-Galerie, der Dubalen-Unterstand und die Grotte du Pape. Die Öffnung der letzteren ist mit einem Metallgitter verschlossen; dahinter ist das Innere dunkel, und ein weißes Schild mit roter Schrift zeigt „TREUILLES INTERDITES“.
Die Höhle wurde im April 1880 bei der Instandsetzung eines Steinbruchwegs entdeckt. Pierre-Eudoxe Dubalen grub 1880–1881, Joseph de Laporterie und Albert Léon-Dufour von 1890 bis 1892, dann Édouard Piette und Laporterie von 1894 bis 1897; 1894 wurde die Dame von Brassempouy gefunden. Henri Delporte grub von 1981 bis 1994, gefolgt von Dominique Buisson und weiteren Teams bis 2004.
Der Name der Höhle geht auf eine lokale Überlieferung zurück: Der Abri diente als Treffpunkt, und „Pape“ könnte auf einen Papst verweisen, der sich dorthin zurückzog. Die Ausgrabungen am Eingang erbrachten Elfenbeindiademe, Anhänger und die Statuetten La Poire (1892) und die Dame von Brassempouy (1894).
Der Höhleneingang ist mit einem Metallgitter verschlossen, davor steht ein weißes Schild „TREUILLES INTERDITES“; im umzäunten Bereich steht eine Schubkarre. Die Fundstelle liegt etwa 2 km west-südwestlich des Ortes Brassempouy im Tal des Pouy-Bachs. Die vier Eingänge – Grotte des Hyènes, Galerie du Mégacéros, Abri Dubalen und Grotte du Pape – folgen von Norden nach Süden am Kalkhang aufeinander.
Im Grabungsbereich „l'Avenue“ enthielt die Schicht fertige Venusfigurinen neben solchen, die während der Herstellung zerbrachen – ein Hinweis auf eine Werkstatt vor Ort. Der saure Boden zerstörte fast alle organischen Reste, doch in der Grotte des Hyènes wurden bearbeitete Knochenstücke aus dem frühen Aurignacien geborgen.
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