Oppidum de Villejoubert, Eisenzeitliche Siedlung in Saint-Denis-des-Murs, Frankreich.
Das Oppidum von Villejoubert ist eine befestigte Siedlung aus der Eisenzeit an der Vereinigung der Flüsse Vienne und Maulde. Die Anlage erstreckt sich über ein großes Areal mit erkennbaren Wehrgängen und geschlossenen Bereichen, deren Grundrisse noch heute im Gelände sichtbar sind.
Die Siedlung war im 1. Jahrhundert v. Chr. das Hauptzentrum der Lemovices, eines Galaterstammes, der die Limousin-Region kontrollierte. Diese Rolle als regionales Machtzentrum prägte die Größe und Struktur der Anlage.
Der Ort zeigt Überreste keltischer Wohnstrukturen und eines religiösen Heiligtums, die die soziale Ordnung der Eisenzeit-Gemeinschaften widerspiegeln. An den Fundamenten und Mauerresten lässt sich heute noch ablesen, wie die Bewohner ihren Alltag gestalteten.
Die Überreste sind auf freiem Feld zu sehen und sind leicht zu Fuß zu erkunden, besonders wenn man flache Schuhe trägt. Die beste Zeit ist außerhalb der Regenzeit, wenn der Boden nicht zu nass wird.
Die Anlage war lange Zeit vergessen, wurde aber im 20. Jahrhundert wiederentdeckt und ist seit den 1980er Jahren systematisch geschützt. Diese Schutzvorkehrungen erlaubten es Archäologen, die ursprüngliche Struktur der Siedlung besser zu verstehen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.