Palais de justice de Boulogne-sur-Mer, Neoklassizistisches Gerichtsgebäude in Boulogne-sur-Mer, Frankreich
Der Justizpalast von Boulogne-sur-Mer ist ein neoklassizistisches Gerichtsgebäude mit kubischer Form und einer zweigeschossigen Fassade aus Doric- und ionischen Säulenelementen. Das Innere beeindruckt durch eine große Treppe und einen Saal mit Tonnengewölbe, der die klassische Gerichtsarchitektur widerspiegelt.
Das Gebäude wurde 1845 begonnen und 1852 von Architekt Firmin Epellet fertiggestellt, wobei es die frühere königliche Seneschalsie von 1478 ersetzte. Die Neubau folgte den Prinzipien des aufklärerischen Klassizismus und etablierte sich als Zentrum der lokalen Justiz.
Der Dreiecksgiebel zeigt eine Allegorie von Louis-Victor Bougron, die das Gesetz umgeben von Kraft und Gerechtigkeit darstellt, welche Künste, Wissenschaften, Handel und Industrie schützen.
Das Gebäude steht auf dem Place de la Resistance und ist gut zu Fuß erreichbar vom Stadtzentrum aus. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein aktives Gerichtsgebäude handelt, daher sind bestimmte Bereiche möglicherweise nicht öffentlich zugänglich.
Bei Renovierungsarbeiten in den 1970er Jahren wurden Teile eines römischen Kastells aus dem 2. Jahrhundert entdeckt, einschließlich eines quadratischen Turms, der heute im Keller des Gebäudes erhalten ist. Diese archäologischen Überreste dokumentieren die lange Geschichte des Ortes vom antiken Rom bis zur modernen Justiz.
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