Combe Grenal, Prähistorische archäologische Stätte nahe Domme, Dordogne, Frankreich
Combe Grenal ist ein prähistorischer archäologischer Fundplatz bei Domme in der Dordogne. Die Ausgrabungsstelle zeigt eine eingestürzte Höhle mit 64 unterscheidbaren Bodenschichten, die sich über 13 Meter Tiefe erstrecken und Siedlungsspuren aus verschiedenen Zeitperioden bewahren.
Der Fundort wurde ab 1953 von François Bordes systematisch untersucht und enthält Ablagerungen aus dem Zeitraum von vor 130.000 bis 50.000 Jahren. Die Schichten zeigen Werkzeuge und Spuren aus dem Mousterien und Acheuléen, wichtigen Phasen der Altsteinzeit.
Der Fundort wurde nach einem lokalen Flurname benannt und zeigt heute wenig Oberflächenmerkmale, die auf seine archäologische Bedeutung hindeuten. Besucher sehen vor allem die geschützte Grabungsfläche und die wissenschaftliche Infrastruktur, die an die lange Forschungsgeschichte erinnert.
Das Ausgrabungsgelände ist eingezäunt und mit schützenden Strukturen versehen, um die archäologische Arbeit zu ermöglichen und die Schichten zu bewahren. Der Zugang ist begrenzt, da es sich um eine aktive Forschungsstätte handelt, daher sollten Besucher vorher informieren, ob Besichtigungen möglich sind.
Untersuchungen von Schnittspuren an Tierknochen zeigen, dass die Bewohner Jagdtechniken verwendeten, die denen moderner Jäger in Alaska ähneln. Diese Parallelen deuten darauf hin, dass bestimmte Jagdstrategien über sehr lange Zeiträume und geografische Regionen hinweg beständig waren.
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