Schloss Montbras, Renaissanceschloss in Montbras, Frankreich.
Schloss Montbras ist ein Renaissancebau auf einem Felsplateau über dem linken Maasufer in Montbras. Von der ursprünglichen Vierflügelanlage mit 57 auf 60 Metern Grundfläche sind nur der Ostflügel, etwa die Hälfte des Nordflügels und vier bastionierte Ecktürme erhalten. Die Fassaden aus hellem beigem Stein tragen Maschikulis, Wehrgang und skulptierte Lukarnen; der Südflügel mit der Kapelle brannte ab und wurde niedergelegt.
Das heutige Schloss entstand kurz nach dem 11. August 1598, als Claude de Verrières und Louise de Salles das ruinierte alte Haus L'Isle-en-Bras von Louis de Vigneulles und Nicole de Merlet kauften und auf einen höheren Platz wechselten. Der Bau der 57 × 60 m großen Vierflügelanlage mit bastionierten Ecktürmen wurde um 1612 durch Louises Tod unterbrochen. Der Südflügel mit der Kapelle brannte später ab und wurde niedergelegt; der Westflügel war vor 1754 verschwunden.
Der Name des Schlosses stammt von dem Dorf, das aus seinem einstigen Wirtschaftshof entstand; der ältere Vorgängersitz in der Nähe hieß L'Isle-en-Bras. Die einstigen Ställe dieses Hofs haben rundbogige Eingänge, deren Schlusssteine als Nutztiere gestaltet sind, und ein mächtiger Rundturm diente früher als Taubenschlag. Heute sind im erhaltenen Hauptwohnflügel Fremdenzimmer untergebracht, und das Schloss empfängt Touristen und Pilger auf dem Jakobsweg.
Das Schloss ist in Privatbesitz; die mit den berühmten Fresken (Danse des Topinamboucs, Métamorphoses d'Ovide) geschmückten Säle sind nicht zu besichtigen. Ein Restaurant wurde dort eröffnet. Der Park auf einer Seite ist nicht angelegt; auf der anderen Seite bildet der einstige Wirtschaftshof das Dorf Montbras, wo lothringische Bauernhöfe des 18. und 19. Jahrhunderts einen geschlossenen Platz mit einem Brunnen umstehen, der von einer Noël-Pumpe betrieben wird.
Ein durchgehender Fries aus geschnitzten groteskem Masken verläuft entlang der Machikolationen und unterscheidet dieses Schloss von anderen französischen Renaissance-Strukturen. Diese ungewöhnliche Verzierung zeigt eine spielerischere Interpretation der klassischen Renaissance-Ästhetik als bei vergleichbaren Schlössern der Epoche.
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