Commanderie de Xugney, Templerkommende in Rugney, Frankreich.
Die Commanderie de Xugney in Rugney ist eine Templerkomturei, deren Kapelle aus grobkörnigem Sandstein zwischen zwei Farmgebäuden eingezwängt ist. Sie hat ein einziges Schiff mit drei quadratischen Jochen von etwa zwanzig Metern Länge, ohne Seitenschiffe, und eine fünfseitige Apsis, die niedriger ist als das Schiff. Jede der fünf Apsisflächen hat ein Fenster, das außen von einem großen blinden Rundbogen umgeben ist; die Kreuzrippengewölbe des Schiffs sind eingestürzt, ihre Spuren sind aber an den Pfeilern erhalten.
Die Komturei gehörte den Templern, die sie „Preceptor domus Templi de Suniaci“ nannten. Nach dem Prozess gegen den Templerorden fiel sie 1314 an die Johanniter des Ordens vom Heiligen Johannes von Jerusalem. Zeitweise hatte sie einen gemeinsamen Komtur mit der Komturei Libdeau. 1630 verpachtete Komtur Charles de Lorraine beide Komtureien für sechs Jahre, ebenso Robécourt, mit Ausnahme der Einkünfte von Norroy.
Der Name erscheint lateinisch als „Preceptor domus Templi de Suniaci“ und altfranzösisch als „La mayson de Temple de Seugnez“, woraus die Form Sugny hervorging. Die Kapelle, ursprünglich wohl frei stehend, ist heute zwischen zwei Farmgebäuden eingezwängt; nur Westfassade und Chorhaupt sind frei. 1630 verpachtete Komtur Charles de Lorraine sie zusammen mit Libdeau für sechs Jahre.
Die Kapelle ist zwischen zwei Farmgebäuden eingezwängt; nur die Westfassade und die Apsis sind frei sichtbar, das Schiff ist nicht frei zugänglich. Die Westfassade ist stark verändert und in schlechtem Zustand. Die Kirche steht seit 1926 unter Denkmalschutz.
Eine 2011 durchgeführte dendrochronologische Analyse eines im Schiff gefundenen Eichenbalkens datierte das Holz auf 1138, den ältesten Hinweis auf den Bau der Kapelle. Die Kapelle selbst ist nicht älter als das späte 12. Jahrhundert; das Holz ist also älter als der heutige Bau.
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