Priorat Merlande, Mittelalterliches Priorat in La Chapelle-Gonaguet, Frankreich.
Das Prieuré de Merlande ist ein romanisches Klostergebäude in Dordogne mit massiven Steinmauern, rundbögen und Tonnengewölben, die für französische Sakralarchitektur dieser Zeit typisch sind. Das Gebäude besteht aus einer Kirche mit quadratischem Grundriss, wobei eine zentrale Kuppel über dem Querschiff von vier verbindenden Bögen gestützt wird.
Der Bischof von Périgueux, Geoffroy de Cauze, gründete dieses Kloster 1142 und widmete es dem Heiligen Johannes dem Täufer. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude erweitert und mit neuen liturgischen Einrichtungen ausgestattet, die den sich ändernden Anforderungen der Mönche entsprachen.
Der Name Merlande könnte vom lateinischen Wort 'merula' stammen, das eine Amsel bezeichnet, und spiegelt die ländliche Umgebung wider, in der das Prieuré erbaut wurde. Besucher können heute noch die bescheidene Kirche mit ihren schlichten Steinwänden sehen, die zeigt, wie Mönche in dieser abgelegenen Gegend lebten.
Das Gelände ist über Wanderwege erreichbar und liegt in einer ländlichen Gegend mit wenig modernen Annehmlichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und auf Wetterwechsel vorbereitet zu sein, besonders wenn man die Umgebung erkunden möchte.
Das Prieuré verfügt über drei Altäre, die 1527 gebaut wurden und zeigen, wie die religiöse Ausstattung über die Jahrhunderte entwickelt wurde. Diese mehrfachen Altäre sind ungewöhnlich für ein so kleines Klostergebäude und deuten auf eine komplexere Nutzung hin als man erwarten würde.
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