Château de Noyen, Renaissanceschloss in Noyen-sur-Seine, Frankreich.
Das Château de Noyen steht in der Rue du Château in Noyen-sur-Seine. Der heutige Bau aus Sandstein und Ziegeln, 1766–1770 für die verwitwete Gräfin von Montchal errichtet, hat einen Mittelbau mit Dreiecksgiebel und zwei niedrigere Flügel, hinter einem Eisengitter und einem trockenen Graben. Zwei Wirtschaftsflügel aus dem 16. Jahrhundert rahmen den Ehrenhof.
François de Kernevenoy, genannt de Carnavalet und Stallmeister Heinrichs II., erwarb 1553 die Ländereien von Noyen, um dort ein königliches Gestüt einzurichten. Ein erstes Schloss wurde 1554 bis 1556 auf königliche Kosten von Philibert Delorme erbaut, der damals ausschließlich im Dienst des Königs stand. Erhalten sind nur die beiden Wirtschaftsflügel; das heutige Schloss wurde in den 1760er Jahren für die verwitwete Gräfin von Montchal neu errichtet.
Das Schloss ist mit dem Titel Carnavalet verbunden: 1675 erhob Ludwig XIV. Carnavalet und Noyen für Claude d'Acigné zur Grafschaft. Die 1553-1560 für die Pferde Heinrichs II. errichteten Wirtschaftsflügel stehen neben dem Haus des 18. Jahrhunderts, und die beiden geringelten Säulen des alten Tors wurden an der Ecke der Eingangspavillons wieder aufgestellt.
Das Schloss liegt an der rue du Château in Noyen-sur-Seine; den Eingang markiert ein Eisengitter hinter einem trockenen Graben, von dem ein breiter gepflasterter Weg von der Straße heraufführt. Das Gebäude ist nicht für Besucher geöffnet: Das Anwesen ging an die Fondation Mérimée über, die Haus und den rund sechzig Hektar großen Park restaurieren und erst danach der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Bis dahin sind von außen das Gitter und die beiden Wirtschaftsflügel an der Cour d'honneur zu sehen.
Die beiden Wirtschaftsflügel am Ehrenhof entstanden 1553-1560 als Unterbringung für die Pferde König Heinrichs II., dessen Stallmeister François de Kernevenoy Noyen besaß. Beim Abriss des alten Wohnbaus um 1766 verschwanden das niedrige Eingangsgebäude und sein axiales Portal, doch zwei geringelte, bossierte Säulen wurden an der Ecke der Eingangspavillons wieder aufgestellt, wo sie noch zu sehen sind.
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