Chapelle Saint-Tugen, Kapelle in Primelin, Frankreich
Die Chapelle Saint-Tugen ist ein Granitbau des 16. und 17. Jahrhunderts, 29 Meter lang und 28 Meter breit, mit einem niedrigeren Satteldachschiff und einem quadratischen Turm, der von einer Zinnenbrüstung und einer kleinen Kuppellaterne bekrönt wird. Im Inneren überspannt ein spitzes hölzernes Tonnengewölbe mit dunklen Rippen einen Raum mit verblassten roten und ockerfarbenen Wandmalereien und hohen spitzbogigen Steinarkaden.
Eine dem heiligen Tujan geweihte Kapelle wird bereits 1118 erwähnt, als Saint-Tugen eine Trève von Primelin mit vier Herrensitzen und fünfzehn Dörfern war. Der von René du Menez und Marie du Faou begonnene Bau erstreckt sich von 1535 bis 1773: Der Turm entstand 1579-1581, Alain du Menez fügte 1611 die Nordkapelle und die Doppelarkade hinzu, 1720-1721 folgte die Sakristei, und das Querschiff wurde zwischen 1749 und 1773 umgebaut. Die Trève wurde 1785 aufgehoben.
Der heilige Tugen, Abt von Daoulas im 5. Jahrhundert, wurde gegen Tollwut angerufen; die hier gesegneten kleinen Bleischlüssel wurden beim Pardon am dritten Sonntag im Juni verkauft, zu dem Tausende aus Cornouaille, Trégor und Vannetais kamen. Die Einwohner von Primelin hießen paotred en c'halouez, „die Schlüsseljungen“, und trugen ihm zu Ehren ein kleines gesticktes Kreuz.
Der Besuch ist hauptsächlich in den Sommermonaten möglich, da die Kapelle durch einen lokalen Denkmalschutzverein verwaltet wird. Es ist ratsam, vorher Informationen über genaue Öffnungszeiten einzuholen, da diese je nach Jahreszeit variieren können.
Beim Pardon am dritten Sonntag im Juni wurden kleine Bleischlüssel gesegnet und als Schutz gegen Tollwut verkauft; die Einwohner von Primelin hießen paotred en c'halouez, „die Schlüsseljungen“, und trugen ein kleines gesticktes Kreuz zum Gedenken an den heiligen Tugen.
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