Château de Vérigny, Klassisches Schloss in Mittainvilliers-Vérigny, Frankreich.
Das Château de Vérigny ist ein Schloss im klassizistischen Stil in Mittainvilliers-Vérigny und präsentiert eine harmonische Fassade mit Ziegelelementen, unterschiedlich gestalteten Giebeln und Pilastern. Ein Hof und trockene Gräben ergänzen die Außenanlage und betonen die architektonische Komposition.
Das Schloss wurde nach 1750 für Charles-Bernard Brochet de La Fortemaison erbaut, der das Anwesen am 27. Oktober 1750 von René-Jean-Baptiste de La Vieuville für 400.000 Francs erwarb. Zuvor gehörte Vérigny der Familie d'O und dann den La Vieuville, deren bekanntestes Mitglied, Charles de La Vieuville, Finanzsuperintendent unter Ludwig XIII. war.
Die Empfangsräume zeigen die typisch französische Anordnung mehrerer Zimmer hintereinander, wobei der große Salon mit geschnitzten Holzpaneelen aus dem 18. Jahrhundert besticht. Diese Handwerksarbeiten spiegeln die Kunstfertigkeit wider, die damals in solchen adeligen Häusern üblich war.
Das Schloss liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Chartres und ist damit leicht zugänglich für Besucher, die die Region Centre-Val de Loire erkunden. Die ländliche Lage bietet eine ruhige Umgebung, ermöglicht aber auch einfache Tagesausflüge von größeren Städten aus.
Das älteste Nebengebäude, dreigeschossig, diente als Zehntscheune, in der die in Naturalien erhobenen Abgaben lagerten — Beleg dafür, dass Vérigny ein wohlhabendes Lehnsgut war. Seine Mauern zeigen rautenförmige Ziegelmuster, und das Taubenhaus an der Nordostecke trägt ein Kreuzmotiv; die Tauben gelangten durch drei versetzte Lochreihen hinein.
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