Tadeusz Kościuszko monument, Monument und Kenotaph in Montigny-sur-Loing, Frankreich.
Das Tadeusz-Kościuszko-Denkmal ist eine Kapelle und Grabanlage mit gewölbtem Kryptaraum unter einem Erdhügel. Ein von Leplat gestaltetes Medaillon schmückt die Außenseite der Struktur.
Frantz Zeltner, Sohn des Schweizer Gesandten Peter Josef Zeltner, bei dem Kościuszko in Berville wohnte, stiftete das Grundstück von Sorques, wo die Dorfbewohner am 9. Oktober 1836 ein erstes Denkmal in Form eines fünf Fuß hohen Hügels errichteten. Dessen Kapelle Saint-Thadée wurde am 3. September 1837 vor rund zehntausend Menschen eingeweiht, worauf sich der russische Botschafter bei Louis-Philippe beschwerte. Der Hügel wurde Ende des 19. Jahrhunderts abgetragen; die heutige Kapelle des Architekten Fernand Lucas stammt von 1924.
Montigny-sur-Loing erhielt den Beinamen „Polonia-sur-Loing“, als am 3. September 1837 Tausende zur Einweihung einer dem heiligen Thaddäus, dem Schutzpatron Kościuszkos, geweihten Kapelle kamen. Der russische Botschafter beschwerte sich bei König Louis-Philippe, der die Feiern verbot. Jährliche Gedenkfeiern fanden weiter statt, etwa 1917, 1967, 2018 und 2019.
Das Denkmal steht an der Departementsstraße 148, der Straße von Fontainebleau nach Treuzy-Levelay, am Eingang des Weilers Sorques, nahe der rechtwinklig abzweigenden Straße nach Larchant. Die Eingangstür liegt direkt an der Straße und wird von einem Metallzaun geschützt. Die gewölbte Krypta unter dem Tumulus ist eingestürzt und nicht zugänglich.
Das Bronzemedaillon über der Tür schuf der Bildhauer Leplat nach einem Vorbild von David d'Angers; es wurde 1924 an der wiedererrichteten Kapelle angebracht. Die gewölbte Krypta unter dem Hügel ist inzwischen eingestürzt, die Tür führt ins Leere.
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