Forges royales de la Chaussade, Königliche Schmiede in Guérigny, Frankreich.
Die Forges royales de la Chaussade in Guérigny sind ein ehemaliges Eisenwerk, zu dessen Anlage Hochöfen, Wohnungen für den Verwalter und die Arbeiter, eine Scheune, ein Stall und ein Erzwäsche gehörten. Auf dem Foto steht ein großes, verrostetes Speichenrad aus Metall vor einem Gebäude aus Stein und Stuck mit hohem grauem Schieferdach, einem backsteinernen Schornstein mit gerundeter Kappe und einer kleinen Kuppel mit Spitze; im Vordergrund verläuft ein blauer Metallzaun mit Kreuzmuster.
Diese Schmieden entstanden im 17. Jahrhundert und wurden später unter Pierre Babaud de La Chaussade zum Zentrum der Ankerproduktion für die Königliche Marine. Die Anlage spielte eine wichtige Rolle in der französischen Marineentwicklung durch ihre spezialisierte Metallherstellung.
Die Anlage ist nach Pierre Babaud de La Chaussade benannt, ihrem Eigentümer im 18. Jahrhundert, und heißt auch forges de Guérigny. Ihre Produktion ging an die französische Marine: Ankerteile wurden hier mindestens seit dem 17. Jahrhundert gefertigt, und 1770 erzeugten die Hochöfen 250 Tonnen Gusseisen.
Die Anlage liegt in Guérigny im Département Nièvre und steht unter Denkmalschutz: Klassifizierung 1991, Eintragungen 1982 und 1991. Die Forges stellten 1971 endgültig ihren Betrieb ein, daher sind die Gebäude von den öffentlichen Straßen aus zu sehen; zu erkennen sind sie an dem großen, speichenförmigen Metallrad am Stein- und Stuckbau mit Schieferdach, Backsteinschornstein und kleiner Kuppel.
1770 erzeugten die Hochöfen 250 Tonnen Gusseisen, gespeist mit Erz aus Villatte und Holz aus Rochefort, Charrault, Donzy und Les Alliots. Wegen des hohen Ausstoßes entstanden Wohnungen für den Verwalter und die Arbeiter sowie eine Scheune, ein Stall und eine Erzwäsche.
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