Fortifications of Langres, Mittelalterliche Stadtmauer in Langres, Frankreich
Die Enceinte de Langres ist ein Befestigungssystem, das die Stadt mit einer mehrere Kilometer langen Mauer umgibt und Türme sowie Bastionen zu ihrer Verteidigung aufweist. Das Bauwerk besteht aus hellem Kalkstein und zeigt verschiedene Epochen der Verstärkung und Umgestaltung.
Nach der Enthauptung Bischof Didiers im Jahr 264 durch den Alamannenführer Chrocus errichteten die Überlebenden im Norden des Sporns eine 3,35 m dicke Mauer mit dem Porte du Pain und der Porte Moab. Der gallorömische Marktbogen von etwa 20 v. Chr. wurde darin eingebunden. Eine zweite Mauer im Süden folgte zu unbekanntem Datum, 1266 wurde die Vorstadt Sous-Murs ummauert. Gilon de Tournus ließ die Mauern wiederherstellen, bestätigt durch die Urkunde Karls des Dicken, ausgestellt in Schelestadt am 18. Februar 888.
Der Name Langres geht auf den gallischen Stamm der Lingonen zurück, deren Oppidum Andemantun hieß. Der gallorömische Bogen am Marché, um 20 v. Chr. errichtet, wurde später nahe der Porte du Marché in die Stadtmauer eingebaut. Die Porte du Pain und die Porte Moab waren die beiden Tore der Mauer aus dem 3. Jahrhundert; letztere wurde im Juli 1840 abgerissen.
Die Mauer folgt dem Rand der Oberstadt auf einem Sporn zwischen Marne und Bonnelle, sodass das Gelände nach außen steil abfällt. Man gelangt durch die Tore hinein, die die Mauer noch durchbrechen, darunter die porte du Marché, in deren Mauerwerk der gallorömische Bogen von etwa 20 v. Chr. eingebaut ist. Abschnitte der Mauer aus dem 3. Jahrhundert sind bei der rue Cardinal-Morlot und der rue Moab erhalten.
Der gallo-römische Marktbogen, um 20 v. Chr. unter Augustus errichtet, steht noch heute innerhalb der späteren Stadtmauer nahe der Porte du Marché. Er gehört zu den ältesten Teilen der Befestigung und wurde in die Verteidigungslinie einbezogen statt außerhalb gelassen.
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