Château d'Olonde, Historisches Schloss in Canville-la-Rocque, Frankreich.
Château d'Olonde ist ein Schloss in Canville-la-Rocque, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen und das zwei quadratische Türme aus dem frühen 16. Jahrhundert sowie ein Hauptgebäude aus dem 18. Jahrhundert enthält. Die Anlage umfasst die Überreste dieser verschiedenen Bauphasen an einem Ort, wo Mittelalter und Neuzeit architektonisch aufeinander treffen.
Das Schloss wurde im 11. Jahrhundert errichtet, wurde aber in den frühen 1200er Jahren durch König Philipp II. von Frankreich zerstört, als dieser die Normandie unter seine Kontrolle brachte. Dieser Bruch markierte das Ende seiner ursprünglichen Bedeutung als Festung in der Region.
Das Schloss diente als Schauplatz für Jules Barbey d'Aurevillys Roman 'Une histoire sans nom' und verbindet sich dadurch mit der französischen Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Besucher können heute die literarische Vergangenheit des Ortes spüren, wenn sie durch die Gelände wandeln, wo diese Geschichte ihren Ursprung hatte.
Die Schlossgelände sind für Besucher zugänglich und befinden sich westlich der Kirche Saint-Malo in Canville-la-Rocque. Der Weg zu Fuß ermöglicht es, die Geschichte an Ort und Stelle zu erleben, ohne dass besondere Voraussetzungen notwendig sind.
Der Ort zeigt nicht nur die Ruinen des Schlosses selbst, sondern auch die seltene Erhaltung einer mittelalterlichen Motte-and-Bailey-Struktur, der Wohnhügel-Befestigungsanlage. Archäologen identifizierten in den 1980er Jahren zusätzlich zwei weitere Motten in der Nähe, was die strategische Bedeutung dieser Landschaft in früheren Zeiten unterstreicht.
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