Château de la Mésangère, Schloss aus dem 17. Jahrhundert in Saint-Pierre-du-Bosguérard, Frankreich.
Das Château de la Mésangère liegt in Bosguérard-de-Marcouville im Département Eure. Unvollendet, wurde es Anfang des 17. Jahrhunderts innerhalb seiner Gräben wiederaufgebaut; 1740 kam westlich ein Wirtschaftsgebäude mit Turm hinzu. Der Eingang ist ein dunkelgraugrünes schmiedeeisernes Tor mit senkrechten Stäben, gekrönt von einem Aufsatz mit zwei vergoldeten aufgerichteten Tieren beiderseits einer Laterne.
Ein 1337 erwähnter Bau wurde 1592 zerstört; das Schloss wurde Anfang des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut und mit Gräben umgeben. Die Familie du Fay verkaufte das Anwesen 1654 an die Familie Scot, die es bis 1769 behielt. Um 1663 wurde der Park nach einem Plan von Le Nôtre angelegt, die Arbeiten dauerten bis 1675.
Der Park zeigt französisches Gartendesign mit griechischen mythologischen Statuen aus dem 18. Jahrhundert. Diese Figuren sind an verschiedenen Orten im Park verteilt und erzählen Geschichten aus antiken Mythen, die Besucher beim Spaziergang entdecken können.
Die Anlage liegt im Département Eure, in der ehemaligen Gemeinde Bosguérard de Marcouville, die 2017 zur Delegationsgemeinde von Les Monts du Roumois wurde. Der Park ist seit einer Verordnung vom 19. Januar 1925 als Site classé geschützt, und das gesamte Anwesen mit Park, Statuen und Bauelementen ist seit dem 5. November 2015 als Monument historique eingestuft. Das schmiedeeiserne Tor am Eingang stammt vom Château de Fumechon in Thibouville und wurde Ende des 18. Jahrhunderts hierher versetzt.
Jean de La Fontaine hielt sich auf Einladung von Marguerite Hessein de La Sablière in La Mésangère auf; deren Tochter hatte Guillaume Scot, Seigneur de La Mésangère, geheiratet. Dort schrieb er zwei Fabeln. Das schmiedeeiserne Tor am Eingang wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom Château de Fumechon in Thibouville hierher versetzt.
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