Fort du Camp-des-Romains, Militärfestung in Saint-Mihiel, Frankreich
Das Fort du Camp-des-Romains, kurz Fort Victor genannt, ist ein Séré-de-Rivières-Fort auf den Hauts-de-Meuse auf 380 Metern Höhe und das höchstgelegene dieser Linie. Sein in einen Erddamm eingelassener Eingang hat eine Fassade aus hellem Stein mit einer rundbogigen Tür, die ein dunkles Metallgitter verschließt, darüber ein vorspringendes Gesims und zwei flache Pilaster. Eine lange Mauer aus rechteckigen Steinblöcken mit zwei schmalen Öffnungen und einem Rundbogen steht auf einem rauen Felsfundament.
Das Fort gehört zur nach dem Krieg von 1870/71 errichteten Séré-de-Rivières-Linie, nachdem Frankreich Elsass und Lothringen verloren hatte. Zusammen mit dem Fort des Paroches verteidigte es Saint-Mihiel und verband die Festungen Verdun und Toul; mit 380 m ist es das höchste der Linie Hauts-de-Meuse und verständigte sich optisch mit dem Fort du Rozelier. Ein Dekret des Kriegsministers Georges Boulanger vom 21. Januar 1887 gab ihm den Namen Victor nach Marschall Claude-Victor Perrin, eingemeißelt am Türgiebel; das Dekret wurde am 13. Oktober 1887 aufgehoben, der Name blieb am Stein.
Der Name stammt vom camp de César auf der côte de Gondrecourt, einer 19 Hektar großen Hochfläche von 575 auf 340 Metern, wo im 19. Jahrhundert noch eine zwei Meter hohe Mauer und ein Graben standen. Gefunden wurden Denare der Republik, Münzen der Kaiserzeit, Waffenfragmente und Scherben. Der am Giebel eingravierte Boulanger-Name Victor ehrt Marschall Claude-Victor Perrin.
Das Fort ist derzeit nicht für Touristen zugänglich, da es sich im Besitz des französischen Verteidigungsministeriums befindet und Sicherheitsbedenken bestehen. Man kann die Stätte von außen betrachten und die exponierte Lage auf der Höhe würdigen.
Am Giebel des Eingangs steht der Name „Victor“, eingemeißelt nach dem Dekret vom 21. Januar 1887, mit dem Kriegsminister Georges Boulanger die Forts nach Militärführern umbenannte, hier nach Marschall Claude-Victor Perrin. Boulangers Nachfolger Théophile Ferron hob das Dekret am 13. Oktober 1887 auf, doch die Inschrift blieb am Giebel.
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