Château de Coët-Candec, Mittelalterliche Burg in Locmaria-Grand-Champ, Frankreich
Das Château de Coët-Candec steht als Ruine im Weiler Coët-Candec, südlich des Waldes Chohan in Locmaria-Grand-Champ. Ein Hauptgebäude ist von zwei konzentrischen Ringmauern umgeben: Die äußere, vier Meter hoch mit Gräben und mehreren erhaltenen Türmen, wurde durch ein befestigtes Tor im Norden betreten. Im Ostflügel des Wohnbaus blieben ein polygonaler Wendeltreppenturm, ein Vorbau und ein Turm an der Südwestecke erhalten. Beige und graue Mauern bröckeln an den Oberkanten, Bäume und Büsche wachsen an den Steinen.
Das Schloss wurde im 13. Jahrhundert errichtet und im 15. Jahrhundert stark umgebaut, vor allem der Mittelteil. Im 14. Jahrhundert gehörte es der Familie Chohan, im 17. ging es an die La Bourdonnaye über. Im 19. Jahrhundert wurden Öffnungen verbreitert, Fensterpfosten entfernt, Wände und Decken verputzt und die Böden durch Parkett in ungarischer Verlegung ersetzt. In den 1950er Jahren wurde die Anlage aufgegeben; 2014 entstand der Verein Amis de Coëtcandec.
Die Burg gehörte im 14. Jahrhundert der Familie Chohan und ging im 17. an die La Bourdonnaye über. Zwei mit Wappen verzierte Kamine schmückten einst das Innere; 1958 als Objekte eingetragen, wurden sie 1961 auf das Schloss Pontivy gebracht. Der Verein Amis de Coëtcandec wurde 2014 gegründet, um die Anlage aufzuwerten.
Der Ort ist heute im Besitz einer Gemeinschaft von Freunden, die sich für seinen Erhalt einsetzen und regelmäßig arbeiten. Besucher sollten sich vorher informieren, da die Zugänglichkeit je nach laufenden Arbeiten begrenzt sein kann.
Die beiden mit Wappen verzierten Kamine wurden am 19. Dezember 1958 als Objekt unter Denkmalschutz gestellt, bevor das Schloss selbst am 8. Mai 1939 eingetragen wurde — der Schutz der Kamine kam zuerst. 1961 wurden sie in das Château de Pontivy gebracht.
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