Sépulture de Georges Clemenceau, Gedenkgrabstätte in Mouchamps, Frankreich.
Clemenceaus Grabstätte besteht aus zwei eisernen Gräbern, die auf einem felsigen Vorsprung über dem Petit-Lay-Tal positioniert sind. Die Gräber zeichnen sich durch ihre Einfachheit aus, ohne Grabsteine oder Aufschriften auf den Monumenten selbst.
Der Premierminister Georges Clemenceau, der Frankreich während des Ersten Weltkriegs anführte, wurde 1929 beigesetzt und hinterließ ausdrückliche Anweisungen für eine schlichte Bestattung. Seine Entscheidung für diese abgelegene Stätte in der Vendée spiegelte seinen Wunsch nach persönlicher Bescheidenheit wider.
Eine Minerva-Statue des Bildhauers François Sicard wacht über beide Gräber und verkörpert Sieg und Frieden in der französischen Denkmalarchitektur. Die schlichte Gestaltung ohne Inschriften spiegelt die bewusste Entscheidung für Demut wider.
Das Gelände ist das ganze Jahr über zugänglich und wird von einer eisernen Umzäunung geschützt, die den Raum deutlich abgrenzt. Die nähere Umgebung bietet begrenzte Annehmlichkeiten, daher sollte man sich vorher informieren und Zeit für die Fahrt zur abgelegenen Stätte in der Vendée einplanen.
Der Sarg ruht in einem Winkel, weil eine unterirdische Felsformation die horizontale Platzierung unmöglich macht. Dies widerlegt hartnäckige lokale Legenden, die besagten, dass Clemenceau im Stehen beerdigt wurde, um die Vogesen im Norden zu erblicken.
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