Baden tide mill, Gezeitenmühle in Baden, Frankreich
Die Badener Gezeitenmühle steht an der Mündung des Rohu an der Badener Bucht. Ihre hellgrauen Mauerwerkswände erheben sich über einem dunkleren Steinsockel auf Höhe des Wassers; darüber liegt ein steiles, dunkelgraues Schieferdach mit vier kleinen Gaubenfenstern auf der linken Dachschräge und einem hohen steinernen Schornstein am Ende des Firsts. Die dem Wasser zugewandte Fassade hat drei kleine quadratische Fenster in einer Reihe über einer niedrigen bogenförmigen Öffnung, dazu zwei gebogene Metallanker im Mauerwerk.
Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert errichtet, folgte aber älteren Strukturen, die schon lange an dieser Stelle existierten. Der Mühlenbetrieb endete 1967, wodurch es zu einem der letzten funktionsfähigen Gezeitenmühlen der Region wurde.
Der Name der Mühle verweist auf die Gezeiten, und die Einheimischen nennen die Bucht noch heute nach der Mühle. Gemahlen wurde nur bei ablaufendem Wasser, sodass der Arbeitstag des Müllers dem Meer folgte und nicht der Uhr. Das Gebäude ist heute ein Privathaus; seine Steinmauern und das Schieferdach sind vom Küstenweg aus zu sehen.
Der Ort liegt entlang eines Fernwanderweges und kann von außen betrachtet werden, bleibt aber privat und nicht für Besucher offen. Die beste Zeit für einen Besuch von außen ist bei gutem Wetter, wenn man die Struktur und die Umgebung des Ortes gut sehen kann.
Das Mühlensystem nutzte den natürlichen Rhythmus der Ebbe und Flut, was bedeutete, dass die Arbeit nach dem Meer geplant werden musste und nicht nach einem festen Zeitplan. Während des Zweiten Weltkriegs betrieb die Ehefrau des Müllers die Mühle in der Nacht, um die Nachbarschaft mit gemahlenem Getreide zu versorgen, während ihr Mann gefangen gehalten wurde.
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