Château de Périllos, château médiéval
Der Château de Périllos ist eine Burgruine auf einem Hügel im verlassenen Dorf Périllos, Teil der Gemeinde Opoul-Périllos in den Pyrenäen-Orientales. Von dem ursprünglichen Bauwerk aus dem 11. Jahrhundert steht noch ein quadratischer Turm mit dicken Mauern von etwa 1,45 Metern Stärke, umgeben von den Überresten einer Schutzmauer, wobei die nördliche und östliche Wand über 8 Meter hoch sind.
Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war das Zentrum einer Herrschaft, die später im 13. Jahrhundert zur Vizekomturei erhoben wurde. Die Familie Périllos spielte eine wichtige Rolle in der katalanischen und französischen Geschichte, wobei der Ort die Grenze zwischen dem französischen Königreich und Katalonien markierte.
Die Kapelle Sainte-Barbe und die Kirche Saint-Michel mit ihren romanischen Bögen prägen das Erscheinungsbild des Ortes. Besucher können im Inneren Statuen aus dem 18. Jahrhundert und ein Kruzifix aus dem 19. Jahrhundert sehen, die die religiöse Geschichte des Dorfes widerspiegeln.
Der Zugang erfolgt über eine enge und schlecht gepflasterte Straße von Opoul aus, etwa 10 Kilometer entfernt. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und beachten, dass die Umgebung isoliert ist mit begrenzten Einrichtungen in unmittelbarer Nähe.
Die Burgruine war lange Zeit Teil einer lebhaften mittelalterlichen Grenzregion, doch das umliegende Dorf wurde nach den 1970er Jahren vollständig verlassen und ist erst in den letzten Jahren durch Freiwilligengruppen langsam wiederhergestellt worden. Heute wirkt der Ort wie eine Zeitkapsel mit nur wenigen bewohnten Häusern zwischen Ruinen und dem restaurierten Café Le Zard.
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